Ärzte raten schwangeren und stillenden Frauen normalerweise dazu, ihren Koffeinkonsum zu reduzieren. Zahlreiche Behörden weltweit haben Untersuchungen zu den Effekten von Koffein durchgeführt. Wissenschaftler der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) – eine unabhängige Behörde zuständig für die Risikobewertung in der Europäischen Union im Bereich der Lebensmittel- und Futtermittelsicherheit – führten zwischen 2013 und 2015 eine umfangreiche Bewertung der wissenschaftlichen Literatur zu Koffein durch. Sie kamen in ihrem Gutachten vom 27. Mai 2015 zu dem Schluss, dass die allgemeine Bevölkerung der gesunden Erwachsenen keinem gesundheitlichen Risiko durch Koffein ausgesetzt ist, wenn der tägliche Konsum auf einen Wert von 400 mg beschränkt bleibt. Die EFSA empfiehlt jedoch, dass schwangere und stillende Frauen ihren täglichen Koffeinkonsum auf 200 mg beschränken.

Die Kennzeichnung koffeinhaltiger Getränke ist in der EU einheitlich geregelt (Lebensmittel-Informationsverordnung (EU) Nr. 1169/2011). Getränken mit einem Koffeingehalt von mehr als 150 mg/l müssen den Hinweis „Erhöhter Koffeingehalt. Für Kinder und schwangere oder stillende Frauen nicht empfohlen“ tragen, wobei zusätzlich der Koffeingehalt, ausgedrückt in mg pro 100 ml, auf dem Etikett anzuführen ist.

Typische Energy Drinks haben einen Koffeingehalt von 32 mg pro 100 ml und weisen ihren Koffeingehalt auf dem Etikett aus, sodass Konsumenten innerhalb der EU klar informiert sind.