Energy Drinks sind alkoholfreie Getränke. Trotz ihrer primär funktionellen Eigenschaften werden sie von Konsumenten mitunter auch mit alkoholischen Getränken gemischt. Dies wird schon seit Jahrzehnten, wenn nicht gar seit Jahrhunderten praktiziert, wobei alkoholische Getränke dann klassischerweise mit Cola, Limonaden, Tonic Water, Sodawasser und Fruchtsäften gemischt werden.

Es gibt keinen Hinweis darauf, dass Energy Drinks irgendeinen besonderen (negativen oder positiven) Effekt in Zusammenhang mit dem Konsum von Alkohol haben. Dies fand u.a. das britische Komitee für Toxizität (UK Committee on Toxicity) heraus. Im Jahr 2012 kam das Komitee zu dem Schluss, dass die derzeit verfügbaren wissenschaftlichen Erkenntnisse nicht auf schädliche toxikologische oder verhaltensbezogene Wechselwirkung zwischen Koffein und Alkohol hindeuten. Erst kürzlich wurde dies ebenfalls von der Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) in ihrem wissenschaftlichen Gutachten aus dem Jahr 2015 bestätigt, welches zu dem Schluss kommt, dass es zwischen Koffein (egal aus welcher Quelle) und Alkohol zu keinerlei negativen Wechselwirkungen kommt.

Es gibt also keinen wissenschaftlichen Grund, warum man Energy Drinks nicht mit Alkohol mischen sollte, solange man sich darüber bewusst ist, dass übermäßiger und unverantwortlicher Alkoholkonsum nachteilige Auswirkungen auf den menschlichen Körper und das menschliche Verhalten haben kann, und dass dies vom alkoholischen Getränk verursacht wird, nicht jedoch von dem für das Mischen verwendete alkoholfreie Getränk, sei es nun Cola, Orangensaft, Tonic Water oder ein Energy Drink.

Um in der Debatte rund um Energy Drinks und Alkohol eine proaktive und verantwortungsvolle Rolle zu übernehmen, verpflichten sich die Mitglieder von EDE in ihrem Verhaltenskodex dazu, folgende Regeln in Bezug auf den Verkauf und die Vermarktung von Energy Drinks einzuhalten:

  • Etiketten auf Energy Drinks bewerben nicht das Mischen mit Alkohol.
  • EDE-Mitglieder behaupten nicht, dass der Konsum von Alkohol in Verbindung mit Energy Drinks die Wirkung von Alkohol abschwächt.
  • EDE-Mitglieder verkaufen keine Getränke, die eine Mischung aus Energy Drinks und Alkohol darstellen. Die Bezeichnung solcher alkoholischen Fertigmischgetränke als „Energy Drink“ ist aus Sicht von EDE irreführend.