In den letzten 25 Jahren ist die Beliebtheit von Energy Drinks deutlich gestiegen. Trotz dieses Erfolges und des Verzehrs in den meisten Ländern der Welt sind Energy Drinks ein Nischenprodukt und machen nur 1 % des gesamten Marktes an alkoholfreien Getränken aus.

Fakten

Dies ist vor allem darauf zurückzuführen, dass der Konsum von Energy Drinks zumeist nur gelegentlich erfolgt und lediglich in geringem Ausmaß einen Teil der täglichen Ernährung darstellt. Energy Drinks beinhalten funktionelle Inhaltsstoffe, werden vor allem in kleinen Packungsgrößen verkauft und ihr besonderer Geschmack passt am besten zu speziellen Anlässen.

In ihrem Gutachten zur Sicherheit von Koffein vom 27. Mai 2015 stellt die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) fest, dass der Beitrag von Energy Drinks zur gesamten Koffeinaufnahme bei Kindern vernachlässigbar und bei Jugendlichen gering ist. Dies zeigt ganz klar, dass andere Kategorien (z.B. Kaffee, Tee, Schokolade und konventionelle Erfrischungsgetränke) den größten Anteil am täglichen Koffeinkonsum haben und Energy Drinks eine untergeordnete Rolle spielen.

Dies trifft auch auf Märkte außerhalb Europas, wie zB USA, zu. Ähnlich wie in Europa zeigen wissenschaftliche Studien auch hier, dass der Konsum von Energy Drinks nur einen kleinen Teil des gesamten Koffeinkonsums ausmachen. In einer  Studie aus dem Jahr 2013 wurde der Koffeinkonsum durch Getränke anhand einer repräsentativen Auswahl von US-Konsumenten ermittelt. Dabei zeigte sich, dass 96 % des aus Getränken konsumierten Koffeins aus Kaffee, Erfrischungsgetränken und Tee stammen. Zudem wurde gezeigt, dass Kaffee den größten Beitrag zum Koffeinkonsum aus Getränken von US-amerikanischen Konsumenten leistet (Mitchell et al., 2013). Erst kürzlich wurde dies durch eine neue Studie (Branum et al., 2014) bestätigt. Diese Studie ergab, dass der Anteil am Koffeinkonsum durch Energy Drinks bei 12- bis 18-Jährigen im Zeitraum 2009–2010 verglichen mit 2007–2008 sogar gesunken ist.

Zusammengefasst zeigen verschiedene wissenschaftliche Studien, dass der Konsum von Energy Drinks in Europa und den USA gering ist. Die weit verbreitete Ansicht, dass Energy Drinks signifikant zum gesamten Koffeinkonsum beitragen, ist somit schlicht falsch.